Ich möchte mich hierzu auch noch mal äußern. Das Thema beschäftigt mich auch schon seit ein paar Jahren...
Gibt es unter euch welche, die garnichts mit anderen zutun haben möchten?
Das kommt ganz darauf an. Ich mache eine Unterscheidung zwischen gesellschaftskonformen, autoritätsgläubigen, oberflächlichen, auf Äußerlichkeiten und Materielles ausgerichteten, stumpfen, kaum bis gar nicht selbstständig denkenden "Normalos"

- die meiner Ansicht nach die "typischen" Menschen sind, auch wenn nicht alle von denen alle Merkmale aufweisen - und den "Freaks".
Und mit "Freaks" komme ich einigermaßen gut klar, habe auch ein paar wenige lockere Freundschaften mit solchen.
"Normalos" ignoriere ich weitestgehend (es sei denn, sie sitzen in einem Lebensmittelladen an der Kasse, wo ich grad einkaufe oder so) und habe auch, abgesehen von meiner Mutter, zu keiner Person aus meiner Verwandtschaft Kontakt.
Vermeidet ihr Parties, Geburtstage und sämtliche versammlungen von irgendwelchen Gruppen?
Kommt wieder drauf an, was für Leute da sind, aber generell vermeide ich Menschenmassen. Musikveranstaltungen, wo ich die Musik absolut liebe und die Musiker unglaublich toll finde, sind noch am ehesten ertragbar und manchmal sogar nett. Das liegt dann aber wohl an der ähnlichen (und in punkto Musikgeschmack gleichen) Wellenlänge. Überfüllte Fußgängerzonen und Passagen (noch schlimmer, weil noch schlechte Luft dazu kommt) finde ich schrecklich.
Und gibt es auch welche, die aggressiv auf andere reagieren wenn sie z.b. draußen unterwegs sind?
Je nachdem, wie ich drauf bin, oder ob ich grad in einem Prozeß drin bin oder so, kann es sein, dass ich mit jedem Schritt durch eine volle Fußgängerzone etc. aggressiver werde...

Da wünsche ich mir dann auch oft eine Kettensäge, um mir den Weg frei machen zu können.
Ich habe mir auch angewöhnt, wenn ich durch die Stadt laufe, immer Musik über MP3-Player zu hören, das hilft ein wenig, weil ich so nicht das ständige Gequassel oder gar Kindergeschrei ertragen muss. I
Oder wenn ich in einem Bus/ Zug sitze, der noch nicht mal voll ist und sich jemand neben mich setzt, obwohl noch genug Plätze frei sind. Das bin ich dann oft auch mehr als nur genervt.
Hat aber auch einen Hintergrund. Ich fand ("Normalo"-)Menschen an sich schon immer nicht sonderlich "toll", auch lange bevor meinem "Erwachen", doch es gab da mal so eine Situation, in der ich aus Verwunderung über das miese Verhalten mir gegenüber von einer größeren Gruppe mal irgendwie nachgespürt hatte, was da so los war. Und von dem was ich dort und später bei anderen, die zum Teil damit zu tun hatten, dann "mitbekam", war ich so über alle Maßen geschockt , dass meine Achtung vor "Menschen" ziemlich schnell (mehrere Stockwerke) in den Keller rutschte. Man konnte es schon fast quietschen hören, also ich habe, wenn ich daran zurückdenke, immer das Bild eines Fahrstuhls im Kopf, der mit metallischem Quietschen nach unten rast, nachdem das Kabelzeugs oben durchtrennt wurde.
Mittlerweile bin ich zumindest schon soweit, dass ich Unterscheidungen mache und, wenn ich nicht grad vor Wut koche, versuche, mir meine Abneigung nicht anmerken zu lassen. Das klappt auch ganz gut. In einem "Jobcoaching" wurde mir mitgeteilt, dass ich auf die Leute dort sehr offen, freundlich und kontaktfreudig (! - Bin absolut das Gegenteil) wirke.
Ein weiterer Grund ist wohl, dass ich es hasse, als Mensch inkarniert zu sein, deshalb meinem "Höheren Selbst" zürne und ständig einen unterschwelligen Groll mit mir herumtrage. Und wenn dann so ein "Spiegel" an mir vorbeihüpft und mich daran erinnert, in was für einer Art Inkarnation ich mich befinde, bin ich dann eben schnell mal "grantig".
Peace ihr "Freaks"! ;-)
Lil
P.S.: Mir wurde auch schon mehrmals gesagt, ich wäre "doch kein Mensch" oder "nicht normal" - und ich fühlte mich sooo gebauchpinselt!
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